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Dr. Eguren beantwortet alle unsere Fragen zum Thema „Akne bei Erwachsenen“

„Ich bin über 25 Jahre alt und habe Akne. Wie kann das sein? Was mache ich falsch?” So oder ähnlich lautet eine der meistgestellten Fragen an unseren Beauty-Berater. Es ist richtig, dass Akne häufig in Zusammenhang mit der Pubertät und im Teenager-Alter auftritt, doch sie kommt durchaus auch bei Erwachsenen vor. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, Akne bei Teenagern von Akne bei Erwachsenen zu unterscheiden, denn sowohl die Ursachen als auch die Behandlung sind hier völlig unterschiedlich. Wir haben uns mit Dr. Christina Eguren, Dermatologin an der Eguren Dermatology and Cosmetic Clinic in Madrid und Mitglied der Top Doctors, unterhalten, um einige Ihrer wichtigsten Fragen zu beantworten.

Welche Gründe gibt es für Akne im Erwachsenenalter?

Erwachsenenakne tritt nach dem 25. Lebensjahr auf, entweder im Anschluss an Akne im Teenager-Alter oder völlig unabhängig davon. Anders als allgemein angenommen, ist Erwachsenenakne recht häufig und betrifft 15 % der Frauen und 2-3 % der Männer. Die Hauptursache für Erwachsenenakne ist hormoneller Natur, daher ist es wichtig, herauszufinden, ob ein hormonelles Ungleichgewicht besteht, das zu Akne führen könnte (verstärkte Körperbehaarung, unregelmäßige Mensis, Haarausfall, vermehrte Ölproduktion der Haut und Haare etc.) Zu weiteren Faktoren, die Erwachsenenakne verursachen können, gehören Stress, falsche Anwendung von Make-up, Medikamente etc.

Worin besteht der Unterschied zwischen Erwachsenen-Akne und Teenager-Akne?

Erwachsenen-Akne manifestiert sich in erster Linie durch entzündliche Hautveränderungen, die sich in Form tief roter und teilweise schmerzhafter Pickel zeigen und hauptsächlich das untere Drittel des Gesichts (Kinn und Wangen) betreffen. Bei Teenager-Akne treten neben roten Pickeln und weißen Komedonen vermehrt schwarze Komedone (Mitesser) auf. Stirn und Nase gehören hier zu den meistbetroffenen Stellen.

Kann Akne auch bei trockener Haut auftreten? Welche Behandlung empfiehlt sich diesem Fall?

Akne geht üblicherweise mit einer Vergrößerung der Talgdrüsen und einer verstärkten Talgproduktion einher, daher ist von Akne-betroffene Haut auch durch eine besonders ölige Hautbeschaffenheit gekennzeichnet. Es kommt allerdings auch häufig vor, dass die Haut zugleich ölig und trocken ist, und zwar dann, wenn die Hautzellen nicht ausreichend Wasser speichern. Die Haut der Betroffenen ist in diesem Fall an einigen Stellen sehr ölig und mit Pickeln bedeckt, während andere Stellen trocken und schuppig sind. In diesem Fall ist es wichtig, das Gleichgewicht der Hautzellen wiederherzustellen, die Ölproduktion zu regulieren und sicherzustellen, dass die Zellen ausreichend Feuchtigkeit speichern.

Welche Inhaltsstoffe würden Sie zur Behandlung von Akne empfehlen? Schneckenschleim und Tigergras liegen ja gerade sehr im Trend – wie wirken diese?

Zur lokalen Behandlung würde ich Retinol bzw. Retinsäure empfehlen. Diese fördern die Erneuerung der Hautzellen, beugen Mitessern vor, regulieren die Ölproduktion und aktivieren die Hautzellen dahingehend, richtig zu funktionieren. Darüber hinaus steigern sie auch die Kollagenproduktion, wodurch Narben gemildert werden.

Schneckenschleim enthält Allantoin, einen natürlichen aktiven Inhaltsstoff, der sehr wirksam zur Wundheilung eingesetzt wird. Tigergras wird in der traditionellen medizinischen Medizin bereits seit Jahrhunderten verwendet und hat eine heilende, feuchtigkeitsversorgende und kollagenanregende Wirkung. Beide Inhaltsstoffe können zusätzlich zur klassischen Akne-Behandlung eingesetzt werden, um die Balance der Haut zu stärken und Akne-Narben zu mildern.

Cristina Eguren
Dermatologin
Eguren Dermatology and Cosmetic Clinic
www.dermatologiayesteticaeguren.com

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