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Photosensitive bzw. photosensibilisierende Produkte und Inhaltsstoffe

Viele junge Frauen in Südkorea richten die tägliche Schönheitspflege je nach Tageszeit ganz unterschiedlich aus. Die koreanische Hautpflegeroutine – die in der Regel aus mindestens 5 bis 6 Schritten besteht – unterscheidet dabei zwischen Produkten, die tagsüber aufgetragen werden und solchen, die nur nachts angewendet werden sollten. Einer der wichtigsten Gründe hierfür ist der, dass einige Produkte auf keinen Fall Sonnenlicht ausgesetzt werden dürfen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, zwischen den Begriffen photosensitive Inhaltsstoffe und photosensibilisierende Inhaltsstoffe zu unterscheiden!

Photosensitiv: Was bedeutet das?

Ein photosensitiver Inhaltsstoff ist ein Inhaltsstoff, der oxidiert, seine Eigenschaften verliert oder zerfällt, wenn er mit Sonnenlicht in Kontakt kommt. Er ist folglich lichtempfindlich. Dies bedeutet allerdings nicht, dass das entsprechende Produkt dann eine schädliche Wirkung hat, sondern nur, dass es sich verändert, wenn in Kontakt mit Sonnenlicht kommt. Dabei kann es seine Farbe, seine Textur oder seinen Duft verändern oder auch einige seiner Eigenschaften verlieren. Vitamin C zum Beispiel ist photosensitiv, und auch wenn Sie gelesen haben, dass es deswegen nur nachts angewendet werden sollte, kann es durchaus sowohl tagsüber als auch abends verwendet werden, wenn es die richtige Form aufweist: Im Rahmen der Hautpflegeroutine neutralisiert Vitamin C freie Radikale und beugt Hautalterung durch UV-Strahlung vor. Das Freshly Juiced Vitamin C Serum von Klairs ist ein gutes Beispiel dafür, was passieren kann, wenn ein Produkt mit photosensitiven Inhaltsstoffen der Sonne ausgesetzt wird: Die klare Flüssigkeit nimmt dann nämlich einen orangefarbenen Ton an.

Und was ist dann photosensibilisierend?

Eine photosensibilisierende Substanz ist eine Substanz, die sich schädlich auf Ihre Haut auswirkt, wenn sie mit Sonnenlicht in Kontakt kommt. So kann diese zu Allergien, Sonnenflecken, Blasenbildung, Ausschlägen oder sogar zu Verbrennungen führen. Diese Substanzen sind auch als phototoxische Substanzen bekannt und dürfen ausschließlich im Rahmen der abendlichen Hautpflegeroutine angewendet werden.

  • Phototoxische essentielle Öle: Bergamotte, Kumin, Ingwer, Zitrone, Limone, Mandarine, Orange und Verbene gehören hier zu den häufigsten Vertretern.
  • Parfums sind in der Regel ebenfalls photosensibilisierend. Vermeiden Sie es, Parfum aufzutragen, wenn Sie sich längere Zeit in der Sonne aufhalten.
  • Einige Farbstoffe können ebenfalls eine phototoxische Wirkung haben: Wenn Ihre Lieblingsprodukte Bengalrosa oder Eosin beinhalten, wenden Sie diese nur nachts oder in Kombination mit Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor an.
  • Es gibt außerdem viele Medikamente mit photosensibilisierender Wirkung. Wir bei MiiN empfehlen stets, sich von einem Arzt oder Apotheker beraten zu lassen. Einige verschreibungspflichtige Medikamente zur Behandlung von Akne können (aufgrund des enthaltenen Isotretinoin bzw. von Retinsäure) phototoxisch sein, ebenso wie Antibiotika, orale Kontrazeptiva und viele andere verschreibungspflichtige Medikamente.

AHA- und BHA-Säuren: Kann ich Produkte mit diesen Inhaltsstoffen verwenden, wenn ich mich längere Zeit in der Sonne aufhalte?

Sprechen wir zunächst einmal über eine Säure, die in besonders vielen Beauty-Produkten vorkommt: Hyaluronsäure.  können Sie sowohl morgens als auch abends anwenden, und zwar unabhängig davon, ob Sie sich in der Sonne aufhalten oder nicht. Ein angemessener Sonnenschutz sollte natürlich ungeachtet dessen einen festen Bestandteil Ihrer täglichen Hautpflegeroutine bilden!

Weder AHA-Säuren (Glycol-, Milch-, Zitronen-, Apfel- und Mandelsäure) noch BHA-Säuren (Salicylsäure) sind photosensitiv oder photosensibilisierend. Dies bedeutet allerdings nicht, dass man Produkte, die diese enthalten, ohne Weiteres anwenden sollte, wenn man sich Sonnenstrahlung aussetzt. Diese Säuren helfen dabei, die abgestorbenen Hautzellen in der Hornschicht der Haut – die als natürliche Schutzschicht vor Sonneneinstrahlung dient – zu reduzieren. Verwendet man bei Sonnenexposition ein Produkt, das AHA- oder BHA-Säuren enthält, hat dies zwar keine unmittelbar schädliche Auswirkung auf die Haut, allerdings wird diese dadurch empfindlicher für UVA- und UVB-Strahlen. Das heißt, dass Sie leichter einen Sonnenbrand bekommen, wenn Sie Produkte anwenden, die diese Säuren enthalten, ohne dabei Ihre Haut ausreichend zu schützen. Retinol als Inhaltsstoff hat die gleiche Wirkung. Ganz sicher gehen Sie also, wenn Sie Produkte, die AHA- oder BHA-Säuren bzw. Retinol beinhalten, nur nachts anwenden.

Wie weiß ich, ob ich ein Produkt besser morgens oder abends anwenden soll?

Das ist ganz einfach. Schauen Sie einfach auf die Inhaltsstoffe des entsprechenden Produktes und verwenden Sie dieses nur nachts, wenn Sie einen der oben genannten Inhaltsstoffe entdecken. Noch ein Tipp: Jedes Produkt, das eine Form von Sonnenschutz enthält, ist zur Tagespflege gedacht, von BB-Cremes bis hin zu Feuchtigkeitscremes mit LSF. Wir hoffen, wir haben alle wichtigen Fragen dazu beantwortet, welche Auswirkungen Produkte mit photosensibilisierenden Inhaltsstoffen haben könnten. Wenn Sie diese dennoch trotzdem tagsüber anwenden möchten, stellen Sie auf jeden Fall sicher, dass Sie eine ordentliche Portion Sonnenschutz auftragen und diesen wie empfohlen regelmäßig erneuern.

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